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Thuraya

Das Unternehmen Thuraya hat seinen Sitz in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Firma wurde am 15. April 1997 gegründet. Zu den Anteilseignern gehören Telekommunikationsunternehmen der arabischen Welt (wie Etisalat und Arabsat) und Investmentfirmen (wie die Abu Dhabi Investment Company und Dubai Investments), aber auch die T-Systems-Tochter DETECON.

Eine Besonderheit von Thuraya ist, dass der Ausleuchtungsbereich der geosynchronen Satelliten in mehrere Spot-Beams unterteilt ist. Die Zuordnung zum korrekten Spot-Beam erfolgt auf der Basis der GPS-Position des Telefons. Auf einem sendeleistungsstarken „Sat-Alert“-Kanal wird das Telefon bei einem eingehenden Anruf zuerst alarmiert, der Benutzer bewegt sich dann in eine Zone mit klarer Sicht zum Satelliten (in Europa meistens nach Südosten). Nun bucht sich das Telefon auf dem entsprechend der GPS-Position zugewiesenen Spot-Beam, Frequenz und Zeitslot ein. Die Abdeckungszonen können durch Veränderungen der Spot-Beam-Konfiguration verschoben werden. So wurde nach der Inbetriebnahme von Thuraya 2, der Teile Asiens abdeckt, die Abdeckungszone in Afrika durch Umkonfiguration der Spot-Beams auf Thuraya 1 verbessert.

Die Thuraya-Satelliten sind auf einer geosynchronen Umlaufbahn positioniert, also etwa 36.000 km über dem Äquator. Die Satelliten wurden von Boeing (Hughes) hergestellt und zählen mit einem Startgewicht von mehr als 5,1 Tonnen zu den schwersten Kommunikationssatelliten weltweit. Gestartet wurden sie mit Zenit-3SL (Sea Launch)-Raketen. Die Antenne hat einen Durchmesser von 12 Metern. Durch die Größe der Antenne und einer starken Sendeleistung sowie einer hohen Empfangsempfindlichkeit können die Handys relativ klein sein. Eine Richtantenne mit geringem Öffnungswinkel wie im Inmarsat-Netz ist nicht nötig. Die Antenne muss lediglich in Richtung des Satelliten ausgerichtet werden.

Thuraya-Coverage-Map

Da die Satelliten sich nicht auf einer geostationären, sondern nur auf einer geosynchronen Bahn um die Erde befinden, ist ihr scheinbarer Standort am Himmel nicht fest, sondern variiert leicht im Laufe des Tages.

Bei Gesprächen von Thuraya-Satelliten-Telefon zu Thuraya-Satelliten-Telefon geht die Verbindung direkt über den Satelliten und „berührt“ unterwegs nicht den Boden. Lediglich bei Gesprächen aus dem Festnetz zum Thuraya-Satelliten-Telefon oder vom Thuraya-Satelliten-Telefon ins Festnetz gehen die Gespräche über die Bodenstation in Sharjah.

Die Vorwahl für Gespräche in das Thuraya Netz lautet: +88216 Abdeckung des Thuraya-Netzwerkes

Der Vorteil der Thuraya-Satellitenhandys liegt darin, dass sie gleichzeitig auch im normalen GSM-Netz (900 MHz bei älteren bzw. 900/1800/1900 MHz bei neueren Geräten) funktionieren.

Zusätzlich verfügen Thuraya-Handys über einen GPS-Empfänger, mit dem die Position genau bestimmt werden kann.

Da Thuraya auf der Luftschnittstelle zum Satelliten ein von GSM abgeleitetes Protokoll verwendet, ähnelt dieses System stark der normalen GSM-Nutzung, nur mit etwas mehr Verzögerung. In nächster Zeit wird – wie auch in GSM-Netzen – GPRS über Satellit verfügbar sein.

In den folgenden Ländern kann Thuraya benutzt werden:

Afghanistan – Albania – Algeria – Andorra – Angola – Armenia – Austria – Azerbaijan
Bahrain – Bangladesh – Belarus – Belgium – Benin – Bhutan – Bosnia Herzegovina – Bulgaria – Burkina Faso – Burundi
Cameroon – Central African Republic – Chad – Congo – Croatia – Cyprus – Czech Republic
DR Congo – Denmark – Djibouti
Egypt – Equatorial Guinea – Eritrea – Estonia – Ethiopia
France – Finland
Gabon – Gambia – Georgia – Germany – Ghana – Gibraltar – Greece – Guernsey – Guinea – Guinea Bissau
Hungary
India – Iran – Iraq – Ireland – Isle of Man – Italy – Ivory Coast
Jersey – Jordan
Kenya – Kazakhstan – Kuwait – Kyrghyzstan
Latvia – Lebanon – Liberia – Libya – Liechtenstein – Lithuania – Luxembourg
Macedonia – Malawi – Maldives – Mali – Malta – Mauritania – Moldova – Monaco – Montenegro – Morocco
Nepal – Netherlands – Niger – Nigeria – Norway
Oman
Pakistan – Palestine – Poland – Portugal
Qatar
Romania – Rwanda – Russia
San Marino – Saudi Arabia – Senegal – Serbia – Seychelles – Sierra Leone – Slovakia – Slovenia – Somalia – Spain -Sri Lanka – Sudan – Sweden – Switzerland – Syria
Tajikistan – Tanzania – Togo – Tunisia – Turkey – Turkmenistan
Uganda – Ukraine – United Arab Emirates – United Kingdom – Uzbekistan
Yemen
Zambia
(Quelle: Thuraya)